Was ist es und
wozu dient es?

 

Das Anforderungsmanagement  ist eine Aufgabe, welche für die effiziente und fehlerarme Entwicklung komplexer Systeme verantwortlich ist.

Es umfasst die Anforderungsanalyse (Requirements-Engineering) sowie Massnahmen zur Steuerung, Kontrolle und Verwaltung von Anforderungen, also Risikomanagement, Änderungsmanagement (Change Management)  und Umsetzungsmanagement (Implementation Management)

Das Anforderungsmanagement gehört zu den elementaren Prozessen in den Software- und System-Reifegrad-Modellen CMMI® und ISO/IEC 15504 (SPICE) sowie im Standard ISO/IEC 12207.

Weiters verwendet es zur Darstellung die natürliche Sprache, oder bei Bedarf eine formalisierte natürliche Sprache mit eingeschränktem Vokabular und festen Satzkonstruktionen, den sogenannten Requirements Templates.

Die ebenfalls verstärkt verwendeten künstlichen Sprachen zur Modellierung wie z. B. UML oder Message Sequence Charts (MSC) erleichtern in vielen Situationen eine Formulierung der Anforderungen.

Anforderungen dürfen bei Anforderungsmanagement nicht nur Aussagen über gewünschte Eigenschaften machen, sondern müssen parallel dazu Kriterien beschreiben, wie diese Eigenschaften überprüft werden können (Akzeptanzkriterien).

Diese oft auch als Testfälle bezeichneten Kriterien dienen nicht nur der Qualitätssicherung des Produktes, sondern ganz wesentlich der Qualität der Anforderungen selbst, da das Beistellen eines Akzeptanzkriteriums zu einer sofortigen inhaltlichen Überprüfung der Anforderung zwingt

Primärer Nutzen:

Das Anforderungsmanagement ist vor allem dort von Bedeutung, wo komplexe Produkte bzw. Systeme konzipiert werden und sehr arbeitsteilig an deren Entwicklung gearbeitet wird.

Das Ziel des Anforderungsmanagement ist, ein gemeinsamens Verständnis über ein zu entwickelndes System zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber zu erreichen. Dies kann durch die Einführung und Umsetzung von Anforderungsmanagementmethoden ( u.a. Scoping, Anforderungserhebung, Anforderungsspezifikation, Anforderungsanalyse, Anforderungsmodellierung, Anforderungsreviews) erreicht werden.

Durch den Einsatz dieser Methoden kann die Qualität der Anforderungsdokumentation gesteigert werden. Qualitätskriterien einer Anforderungsdokumentation sind u.a. Verständlichkeit, Eindeutigkeit, Nachweisbarkeit, Widerspruchsfreiheit, Vollständigkeit.

Auswirkungen:

Das Management von Anforderungen bedeutet, dass Prozesse definiert und implementiert werden, in dem die Anforderungsdokumentation während des gesamten Projektverlaufs aktualisiert wird und diese am Ende als Grundlage für die Erstellung von Testfällen verwendet werden kann.

 

   
Primärquelle
Rupp: Requirements-Engineering und -Management. Professionelle, iterative Anforderungsanalyse für die Praxis , Hanser 2006  
   
Verbundene Stichworte
   
   
<< zur Übersicht zurück

Über uns

4whatitis steht als eingetragene Wortmarke  für die Bereitstellung von Wissenselementen, Prozessvorlagen, Tools und Templates zum IT-Sourcing, Prozess- und Servicemanagement.
weitere Informationen >>

News

Kontakt

Newsletter abbonieren

Bitte E-Mail Adresse für Newsletter-Anmeldung angeben.